Schleswig-Holstein Informationen

Wirtschaft, Geschichte, Tourismus


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Schleswig-Holstein Tourismus:
Zu den touristischen Gebieten in Schleswig-Holstein zählen Büsum, Friedrichskoog, Heiligenhafen, Helgoland, Malente, Timmendorfer Strand, Wenningstedt, Westerland und die gesamte Insel Sylt. Beliebte Sehenswürdigkeiten sind das Holstentor, Schloss Glücksburg, Schloss Gottorf und Schloss Ahrensburg. Von besonderem Interesse sind die Karl-May-Festspiele und die Kieler Woche an der Ostsee.

Wirtschaft Schleswig-Holstein:
Die Bevölkerung treibt Ackerbau, Viehzucht, Fischerei, Austernzucht, Schiffbau. Wirtschaftlich lassen sich drei Großräume unterscheiden: das Hamburger Umland, auch Speckgürtel genannt (Maschinenbau, Dienstleistungen), die Westküste (Landwirtschaft, Tourismus, Windenergie) und die großen Städte an der Ostküste. In den letzten Jahren gewann der Seehandel mit dem Ostseeraum wieder an Bedeutung. Eine besondere Rolle spielen dabei die Jütlandlinie und die Vogelfluglinie sowie der Lübecker Hafen als Verkehrswege nach Skandinavien, Finnland, Russland und das Baltikum.

Länder-Infos



Schleswig-Holstein grenzt im Norden an Dänemark, im Süden an die Bundesländer Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Die Hauptstadt ist Kiel. In Schleswig-Holstein lebt eine dänische (im Landesteil Südschleswig) und eine friesische (vor allem an der nördlichen Nordseeküste) Minderheit. Schleswig-Holstein hat im Osten fruchtbares Grundmoränenland, im Westen Marschland und in der Mitte sandige Geest mit Mooren und Heiden. Vorgelagert im Wattenmeer sind die nordfriesischen Inseln. Der größte Fluss ist die Eider, die höchste Erhebung der Bungsberg (168 m). Im Land liegt der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Geschichte von Schleswig-Holstein
Von der Bronzezeit bis zur Völkerwanderung entwickelten sich im heutigen Schleswig-Holstein mit den Nord- und Westgermanen zwei Sprach- und Völkergruppen. Zwischen 768 und 811 kam es immer wieder zu Konfrontationen zwischen dem christlichen Kaiser Karl dem Großen und den heidnischen Nord-germanen. 811 wurde in einem Friedensvertrag die Eider als staatsrechtliche Grenze zwischen dem Karolinger- und dem Dänenreich festgeschrieben. Ab 1111 wuchs beiderseits der Eider eine Eigenständigkeit, aus denen die Herzogtümer Schleswig und Holstein (damals noch Grafschaft) hervorgingen. Zugleich wurden zwischen den beiden Gebieten immer engere politische und wirtschaftliche Verbindungen geknüpft.

Die Schauenburger in Holstein erwarben 1386 das Herzogtum Schleswig als dänisches Lehen. Nach ihrem Aussterben wurde 1460 der Dänenkönig Christian I. aus dem Oldenburger Haus zum Landesherrn gewählt unter der Bedingung, dass Schleswig und Holstein “auf ewig ungeteilt” bleiben sollten. Ab 1815 war Holstein ein Glied des Deutschen Bundes, aber nicht Schleswig. Als die Dänen Schleswig von Holstein trennen und Dänemark einverleiben wollten, erhoben sich 1848 die Schleswig-Holsteiner. Sie wurden anfangs von preußischen Truppen unterstützt, unterlagen aber dann den Dänen. Erst als Bismarck ein gemeinsames Vorgehen von Preußen und Österreich erreichte, wurden die Dänen 1864 besiegt und mussten Schleswig-Holstein abtreten. Infolge des Deutschen Kriegs wurde Schleswig-Holstein 1866 preußisch. Durch eine Volksabstimmung aufgrund des Versailler Vertrags fiel Nord-Schleswig an Dänemark. Seit 1950 ist Schleswig-Holstein ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.



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